| | zurück zu Teil 3 Kann man auch Routine im „Querdenker-Job“ bekommen? AF: Ja, Sie können das Querdenken zu Ihrer zweiten Natur werden lassen. Das wiederum erfordert ein anderes strategisches Denken. Statt lediglich die konventionellen Grenzen des Wettbewerbs im Auge zu haben, blicken Querdenker systematisch darüber hinaus. Das erlaubt ihnen, noch unerschlossene Territorien zu entdecken, deren Besetzung echte Wertsteigerungen ermöglicht. Dazu gilt es, die gewohnten Grenzen des Wettbewerbs außer Acht zu lassen und den Blick auf ganz andere Branchen, weitere strategische Gruppen und Käuferkreise und ergänzende Produkt- und Serviceangebote zu richten. Und es gilt, Konventionen und Erfolgsmodelle von gestern und heute auf den Prüfstand zu stellen. Ihr Unternehmen ist seit knapp sechs Jahren sehr erfolgreich – aber wie Sie so schön sagen: „Man darf sich auf seinen Erfolg nicht ausruhen.“ – was ist demnach in Ihrem Unternehmen verbesserungswürdig? PK: Wir sind das Unternehmen. Also müsste die Frage lauten: Was ist an Ihnen verbesserungswürdig. Und glauben Sie mir, da fallen mir spontan so einige Dinge ein. Ich arbeite beispielsweise intensiv an einem coolen Lifestyle – dabei gibt es aber noch Optimierungspotenzial. Um ein Beispiel zu nennen: Wir leben in Heidelberg und haben ein Haus in Frankreich. Unsere Arbeit lässt es zu, dass wir, wenn wir nicht gerade bei einem Kunden vor Ort sind, irgendwo auf der Welt arbeiten können – also auch in Frankreich. Trotzdem habe ich viel zu häufig noch die alte Denke im kopf, dass ich nur im Büro in Heidelberg richtig arbeite, was natürlich völliger Quatsch ist. Es geht mir selbst auch so: Die größte Herausforderung ist es, sich immer wieder aufs Neue die überholten Denkmuster vor Augen zu führen und mit diesen Konventionen zu brechen. „Erfolg entsteht durch Einzigartigkeit“ – Sie sind als Berater sehr erfolgreich und vor allem durch Ihre unkonventionellen Vorträge bekannt, was macht Sie einzigartig? PK: Zunächst einmal ist es das Thema, das wir besetzen: Mir ist kein Zweiter bekannt, der sich in der Art und Weise mit Innovation auseinandersetzt, wie wir es tun. Wir sind die einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreichen Geschäftskonzepten und den Menschen, die dahinter stehen, forscht. Der zweite Punkt, der uns differenziert, ist unser Herangehensweise an das Thema. Wir sind fest davon überzeugt, dass Wirtschaft spannend und sexy sein kann und Spaß machen muss. Ehrlich gesagt, wenn Sie sich so in den Wandelgängen der Unternehmen und in den Hallen der Flughäfen umsehen, dann haben Sie beim Blick in die Gesichter leicht den Eindruck, dass Spaß und Leidenschaft nur in sehr homöopathischen Dosen vorhanden ist. Ihr Buch „Different Thinking“ war ein großer Erfolg. Jetzt legen Sie mit Ihrem neuen Buch „Alles, außer gewöhnlich“ nach – auf welche radikalen Ideen und neuen Konzepte dürfen wir uns dieses Mal freuen? AF: Wir haben sehr viele positive Reaktionen auf unser Buch „Different Thinking“ erhalten. Das war uns Verpflichtung und Ansporn zugleich. Wir denken, dass wir in vielen Menschen mit der Idee und den Konzepten des Business Querdenkens etwas aufgeweckt haben, was ihnen schon geschlummert hat. Deshalb ist es aus unserer Sicht nur folgerichtig, das wir das Konzept des Business-Querdenkens weiter fortgeführt haben. Allerdings geht es in unserem neuen Buch „Alles, außer gewöhnlich“ weniger um Unternehmen und deren Methoden des Querdenkens, sondern um die Menschen in diesen Organisationen. Wir zeigen Antworten auf die Frage auf: Was muss ich tun, als Organisation, Team, Abteilung, Führungskraft oder Mitarbeiter, um in Zeiten eines sich mit voller Wucht entfaltenden Hyperwettbewerbs auf globaler Ebene auch morgen und übermorgen noch einen Job zu haben. Die Antwort: Ich muss jeden Tag daran arbeiten, ein Querdenker, ein Innovator zu sein, um mit guten und ungewöhnlichen neuen Ideen einen echten Wertbeitrag für die Zukunft meiner Organisation zu leisten. Das ist unserer festen Überzeugung die einzige Überlebenschance. Business-Querdenken ist weit mehr als eine kreative Übung – es ist das Ticket in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft. Frau Förster, Herr Dr. Kreuz, vielen Dank für das Gespräch! In ihrem neuen Buch „Alles, außer gewöhnlich“ führen Förster und Kreuz das Konzept des Business Querdenkens weiter fort und zeigen Antworten auf die Frage auf: Was muss ich tun, als Organisation, Team, Abteilung, Führungskraft oder Mitarbeiter, um in Zeiten eines sich mit voller Wucht entfaltenden Hyperwettbewerbs auf globaler Ebene auch morgen und übermorgen noch einen Job zu haben? Die Antwort: Ich muss jeden Tag daran arbeiten, ein Querdenker, ein Innovator zu sein, um mit guten und ungewöhnlichen neuen Ideen einen echten Wertbeitrag für die Zukunft meiner Organisation zu leisten. „Das ist nach unserer festen Überzeugung die einzige Überlebenschance. Business Querdenken ist weit mehr als eine kreative Übung – es ist das Ticket in eine weiterhin erfolgreiche Zukunft“, betonen Förster und Kreuz. Ausführliche Informationen unter www.business-querdenker.com oder unter www.AllesAusserGewoehnlich.com. | |
Zur Förster und Kreutz  | Anja Förster ist Business Querdenkerin aus Leidenschaft. Die Managementberaterin und Bestsellerautorin ist als gefragte Wirtschaftsreferentin in ganz Europa tätig und leitet gemeinsam mit Dr. Peter Kreuz das Labor für Business Querdenken in Heidelberg. Vor Gründung des eigenen Unternehmens war sie als Managerin für Accenture tätig. Dr. Peter Kreuz ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler. Er war Senior Berater bei Andersen Consulting, selbstständiger Unternehmer in Österreich und den USA sowie Assistant Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Gemeinsam mit Anja Förster gründete er im Jahr 2000 das Labor für Business Querdenken, die weltweit einzige Organisation, die auf allen fünf Kontinenten nach unkonventionellen und erfolgreiche Geschäftskonzepte forscht und den Menschen, die dahinter stehen. |
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