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„Es gibt einen Weg es besser zu machen – finde ihn.“ (Thomas Edison) oder

Spielend zur Innovation

Seit der Erfindung der Glühbirne haben Kerzenhersteller ein völlig nutzloses und dazu noch gefährliches Produkt. Not macht erfinderisch. Erfolgreiche Kerzenhersteller waren innovativ und haben für jeden Anlass, Ort, Geschmack und Zeitpunkt neue Kerzen erfunden: Vampirkerzen, Discovery-Kerzen, Wunderkerzen, Zimtduftkerzen, Strandkerzen, schwimmende Kerzen ... Innovationen machen erfolgreich, schaffen Arbeitsplätze und bringen treue Kunden.

Ausgangspunkt für Innovationen sind für viele nur High Tech und Forschung. Für den erfolgreichsten Kerzenhersteller Blyth sind es die Kunden und ihre Erfahrungen mit den Kerzen - vom Aufkommen des Wunsches über die Bestellung bis zur Entsorgung. Unter Robert Goergen ist das US-Unternehmen von 2 Millionen auf 500 Millionen Euro Umsatz gewachsen.

Wissen und Ideen, mit denen nichts gemacht wird, sind wertlos. Mitarbeiter und Partner eines Unternehmens haben Spezialwissen über die winzigsten Phänomene und unwahrscheinlichsten Chancen. Doch Rudolf Diesel hat auch heute noch Recht: „Von 100 Genies gehen 99 unentdeckt zu Grunde.“ In einem Unternehmen mit 70 Mitarbeitern ist vielleicht ein Wissensschatz von 2.450 Jahren abrufbar. Wer wagt es jedoch, in beschlipster Runde eine Idee einzuwerfen, die zunächst absurd erscheint und erst dann logisch und einleuchtend wird, wenn das eine zum andern kommt. Stirnrunzeln, „geht nicht“, „alles schon probiert“ sind beliebte Ideenkiller. Wenn die Experten in der Firma mit den Kreativen in der Firma zusammentreffen, dann können wunderbare Dinge entstehen.

Erfolgreiche Ideen brauchen Chaos und Struktur, Logik und Kreativität, Problemanalyse und Brainstorming. Mit dem Kartenspiel „IdeenKunde“ von Combrains werden auf Kundenbedürfnisse zugeschnittene Service-Innovationen nicht mehr dem Zufall überlassen. DaimlerChrylser, Hypovereinsbank und das Fraunhofer-Institut haben damit auch schon Erfahrungen gesammelt.

Combrains hat die Spielregeln der Innovationstechniken Triz, Scenario-Planning und Customer-Mapping auf ein Kartenspiel übertragen und damit hochabstrakte Denk- und Beratungsprozesse veranschaulicht, spielbar gemacht und sie so auch für ressourcenknappe Klein- und Mittelständische Unternehmen verfügbar gemacht.

Triz ist ein Innovationstool, das in deutschen Vorreiterunternehmen immer öfter Entwicklern auf die Sprünge hilft. 7 patentfähige Erfindungen wollen die Ingenieure von Infineon in Regensburg damit an einem Tag gemacht haben.

In den USA machen auch kleine und mittelständische Unternehmen damit kreative Produkte.

Das Erfinden mit Methode bündelt z.T. bekannte Kreativitätstechniken wie Checklisten, Imaginäres Brainstorming und Visualisierung zu einer Systematik. Herzstück und das Besondere daran sind die 40 innovativen Prinzipien, eine Konfliktetabelle sowie Widerspruchs- und Evolutionsprinzipien. Triz-Vater Heinrich Altschuller hat sie aus der Analyse von Tausenden von Patenten und technischen Erfindungen extrahiert. Die innovativen Prinzipien haben beispielsweise den Erfinder der Pringles inspiriert oder einen genialen Johannesburger Unternehmer, dessen bevorzugte Werbepartner die lokalen Bettler geworden sind.

In der von Mitsubishi gesponserten online-Monatszeitschrift www.triz-journal.com berichten u.a. Ingenieure aus der Automobilindustrie, Erdbebenhelfer und Leute mit Liebeskummer, wie sie mit Triz harte Nüsse geknackt haben. In Deutschland gibt es seit kurzem im bayrischen Weilheim ein Europäisches Centrum für innovatives Problemlösen www.triz-centrum.de. Combrains, www.combrains.de, hat die Methode für Mitarbeiter- und Kundenkonferenzen operationalisiert. Die kritische Masse an Kommunikation und originellen Ideen bringt pfiffige neue Produkte und Services und den Schwung, sie auch umzusetzen.

Die Wertschöpfungskette des Kunden ausleuchten ermöglicht Customer-Mapping. Die Interaktionsprozesse von Kunden mit dem eigenen Unternehmen sind in einzelne Karten heruntergebrochen: angefangen von der Entschleierung von unbewussten Bedürfnissen und der Bewusstwerdung eines Mangels über den Bestellvorgang bis hin zur Reklamation und Kündigung oder Entsorgung. Mit Hilfe eines Rankings wird bewusst gemacht, welche Kundenerfahrungen ein besonders grosses Potential im speziellen Fall haben.

In einem Scenario-Planning werden die Erfahrungen auf einen Ist- und Soll-Zustand abgefragt und die Vision einer optimierten Kundenerfahrung entwickelt.

In einem guten produktiven und kreativen Spiel und kreativer Arbeit können auch zurückhaltende Personen ihren Input geben. Wenn nur wenige Personen konventionelle Vorschläge bringen, dann sind das Anzeichen dafür, dass es den Teilnehmern zu riskant erscheint, Ideen unverbindlich zu äussern. Ursachen sind oft schlechte Erfahrungen mit neuen Ideen in der Vergangenheit oder die spürbare Dominanz von anderen Teilnehmern. Drei Kriegschiffe der Britischen Königlichen Flotte sind 1714 auf ein Riff gelaufen und gesunken. Durch eine falsche Positionsbestimmung war man vom Kurs abgekommen. Der Matrose, der den Fehler bemerkte und davor warnte, wurde kurz vor dem Untergang wegen Meuterei erhängt. Deshalb gilt für die Phase der Ideengenerierung ein 11.Gebot: „Du sollst keine Ideen töten.“ Wer der Versuchung nicht widerstehen kann, macht die nächsten Wochen Pausenbrötchen oder wird von allen andern nach dem „Gesetz der zwei Füsse“ sitzen gelassen.

Wenn die Ideensuche Spass macht und die Teilnehmer immer wieder herzhaft auflachen, dann haben die Kreativarbeiter eine gute Mischung zwischen Kreativität und Produktivität. („Das richtige Lachen ist der Beginn des richtigen Denkens und Empfindens“ - Carl Zuckmayer). Die Ideenevaluierung ist natürlich wieder eine ernste Sache.

 

40 innovative Prinzipien

Rolf Herb/ Thilo Herb/ Veit Kohnhäuser – TRIZ. Der systematische Weg zur Innovation. Verlag Moderne Industrie 2000. Die Autoren beziehen die innovativen Prinzipien nur auf technische Probleme.

Auf der internationalen Triz-Website www.triz-journal.com finden Sie auch Anwendungen aus den Bereichen Management und Service;

Günter Faltin/ Sven Ripsas/ Jürgen Zimmer - Entrepreneurship. Wie aus Ideen Unternehmen werden. C.H. Beck Verlag 1998. Die Autoren kennen das System der innovativen Prinzipien nicht. Sie formulieren aufgrund von innovativen Beispielen einige Faustregeln für erfolgreiche Ideen, die mit den innovativen Prinzipien übereinstimmen.

Gesetz der zwei Füsse

Harrison Owen - Open Space Technology. Ein Leitfaden für die Praxis. Klett-Cotta 2001

Kartenspiel für Innovationen

Autorin ist Sibylle Hermann am Fraunhofer Institut Arbeitswirtschaft und Organisation www.pm.iao.fhg.de;

Daniel Burrus/ Roger Gittines – How to Use Technology to Go Beyond Your Competition. Technotrends – 24 Technologies That Will Revolutionize Our Lives. Harper Business 1993

Kundenkontakte und Fragen

Ian C. MacMillan/ Rita Gunther McGrath - Discovering New Points of Differentiation. Harvard Business Review, 07-01-1997, pp 133.

Kerzenbeispiele

Mit Unterstützung von „Der Wachszieher am Dom“, Bernhard Walter Fürst – München. http://www.wachszieherei.de

 

 

 

Hape Etzold (hape@combrains.de) und Dr. Magdalena Michalak (magdalena@combrains.de) sind Innovationsberater und Moderatoren von Ideen-Konferenzen. Ihr Arbeitsgebiet ist es, in Organisationen die Voraussetzungen für innovative kundenzentrierte Leistungen zu schaffen. Bei Ideen-Konferenzen im Open Space (u.a. für die BASF, Byk Gulden) erfinden und planen sehr viele Teilnehmer innerhalb weniger Stunden eine buchfassende Zahl von innovativen Projekten. Die Realisierungsrate liegt zwischen 50 und 70%.

Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 030.771 21 50.

 

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Copyright © 2007 Recklies Management Project GmbH
Stand: 22. Februar 2010

Copyright © 2007 Recklies Management Project GmbH
Stand: 13. Dezember 2014

Copyright © 2007 Recklies Management Project GmbH
Stand: 13. Dezember 2014