„Daran sollten
die Unternehmen arbeiten, denn die Halbwertszeit der Kundenzufriedenheit sinkt
kontinuierlich. Außerdem verbreitet sich Unzufriedenheit sehr rasch in
Internet-Gemeinschaften, in so genannten Communities und über Social
Network-Plattformen." Der Experte sieht darin jedoch auch eine Chance für
Hersteller und Händler: Sie könnten diese Foren als Frühwarnsystem nutzen, um
Probleme frühzeitig zu erkennen.
Eine parallel durchgeführte Befragung ergab, dass Mundpropaganda in den USA
und Großbritannien noch wichtiger ist als in Deutschland. In den Vereinigten
Staaten sagen 60 Prozent, in England 47 Prozent der Verbraucher, ihre
Kaufentscheidungen hingen sehr stark von der Meinung im Freundes- und
Bekanntenkreis ab.
Potenzial für Coupon-Aktionen in Deutschland
Anders sieht es bei Produktneuheiten aus, Beispiel Lebensmittel. Während 40
Prozent der Deutschen etwas Neues testen würden, weil es ihnen von Bekannten
empfohlen wurde, sind es in Großbritannien und den USA nur gut 20 Prozent. Dort
funktionieren Coupon-Aktionen am besten. 60 Prozent der Verbraucher in den
beiden angelsächsischen Ländern würden ein neues Lebensmittel kaufen, weil sie
einen Coupon dafür bekommen haben (Deutschland: 28 Prozent).
„Der Einsatz von Coupons bietet Händlern und Herstellern ein großes
Potenzial. Auch wenn uns die USA und England noch deutlich voraus sind – die
Deutschen freunden sich langsam damit an", sagt Gerhard Hausruckinger. Städte
und Gemeinden setzen Couponhefte für kulturelle Angebote mittlerweile sehr
erfolgreich ein. Auch an den Treuepunktesystemen großer Handelsketten nehmen
immer mehr Verbraucher teil. Gerhard Hausruckinger: „Die größten Chancen für
Händler liegen darin, Kooperationen mit anderen Branchen einzugehen und
Couponing im Verbund anzubieten. Das macht es für die Kunden attraktiver."
Über die Umfrage
Befragt wurden insgesamt knapp 500 Verbraucher in Deutschland sowie 2.000
Verbraucher Großbritannien und den USA im Alter zwischen 18 und 70 Jahren.
Quelle: Pressemitteilung der Accenture GmbH