Wie sich die angebotenen Zahlungsverfahren und die
ergänzend durchgeführten Maßnahmen im Risiko- und Forderungsmanagement auf den
Gewinn eines fiktiven Online-Händlers auswirken, wird im E-Commerce-Leitfaden
anhand eines Fallbeispiels veranschaulicht (www.fallbeispiel.ecommerce-leitfaden.de).
„Um die Ergebnisse des Fallbeispiels auf andere Fälle übertragen zu können,
fehlten uns aber noch genauere Daten. Wir wollten wissen, wie sich die Kunden
bei unterschiedlichen Kombinationen von angebotenen Zahlungsverfahren verhalten,
d.h. welches Zahlungsverfahren sie wählen bzw. ob sie den Kauf abbrechen würden“
sagt Thomas Krabichler, Projektleiter bei ibi research. Grund genug für die
Regensburger Forscher, hierzu gemeinsam mit dem Partnerkonsortium des
E‑Commerce-Leitfadens eine Online-Befragung von Endverbrauchern durchzuführen.
Die Ergebnisse dieser Befragung sind jetzt unter
www.ecommerce-leitfaden.de
kostenlos verfügbar. Wie die Studienergebnisse zeigen, haben 56% der Teilnehmer
schon einmal schlechte Erfahrungen beim Online-Shopping gemacht. Wenn nur die
Zahlung per Vorkasse angeboten wird, verlassen daher 79% der Kunden den Webshop
und suchen nach einem anderen Anbieter. Durch das Angebot einer Zahlung per
Rechnung, Lastschrift oder Kreditkarte lässt sich die Kaufabbruchquote deutlich
reduzieren. Allerdings sind mit diesen Zahlungsverfahren auch höhere Risiken für
Online-Händler verbunden, denen es zu entgegnen gilt.
„Mit der vorliegenden Untersuchung erhalten Online-Händler
erstmals eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Optimierung ihrer
Zahlungsabwicklung“ sagt Prof. Dr. Dieter Bartmann, Ordinarius für
Wirtschaftsinformatik an der Universität Regensburg und Geschäftsführer von ibi
research. „Dabei wurde auch betrachtet, wie sich beispielsweise ein Rabatt von
3% bei Zahlung per Vorkasse oder die Verfügbarkeit eines Gütesiegels auf die
Zahlungsverfahrenswahl und die Kaufabbruchquote auswirken.“

Die Ergebnisse will das Leitfaden-Konsortium auch dazu
nutzen, Online-Händler zukünftig durch automatisierte Rechentools auf der
Projekt-Webseite bei der Optimierung der Zahlungsabwicklung zu unterstützen.
Schon heute werden dort die Inhalte des Leitfadens als Online-, pdf- und
Buchversion, ein kostenloser vierzehntägiger Newsletter und laufend
aktualisierte Studien- und Veranstaltungshinweise für Online-Händler angeboten.

Des Weiteren hat die Befragung gezeigt, wie wichtig neben
der Zahlungsabwicklung und dem Risiko- und Forderungsmanagement auch die Themen
Logistik und Web-Controlling für Online-Händler sind. So stören sich die meisten
Kunden, die bereits schlechte Erfahrungen beim Einkaufen im Internet gemacht
haben, an zu langen Lieferzeiten. Und ohne ein fundiertes Web-Controlling ist es
schwierig, die Gründe für Kaufabbrüche zu identifizieren und zu beseitigen. Noch
in diesem Jahr soll daher eine Neuauflage des Leitfadens erscheinen, in der auf
die Themen Logistik, Online-Marketing und –Controlling sowie Risikomanagement
vertiefend eingegangen wird.
Wer automatisiert über zukünftige Neuigkeiten im E-Commerce
und E-Payment sowie über aktuelle Ergebnisse des Projekts informiert werden
will, kann sich unter
www.newsletter.ecommerce-leitfaden.de kostenlos
registrieren.