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„Viele Unternehmen messen ihre IT-Verantwortlichen noch immer nicht an deren
Beitrag zur Produktivität und Innovationskraft. Damit bleiben sie hinter den
Möglichkeiten zurück, die IT ihnen bietet, um ihr Geschäft erfolgreicher zu
machen", beschreibt Toennies von Donop, Leiter System Integration & Technology
bei Accenture, das Dilemma der Chief IT Executives (CIOs).
Deutsche CIOs: Eher Kostenverwalter als strategische Investoren
Weitere Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass viele Unternehmen ihre
IT-Verantwortlichen noch nicht als Geschäftspartner akzeptieren. In nur 23
Prozent der deutschen Unternehmen setzt der CIO selbst sein jährliches IT-Budget
fest, jedoch bei 62 Prozent der „High Performance"-Unternehmen. Vier von fünf
deutschen IT-Verantwortlichen (81 Prozent) bleibt es dann überlassen, über die
Finanzierung von IT-Vorhaben auf Projektebene zu entscheiden, in erster Linie
unter budgetären und weniger unter Geschäftsgesichtspunkten. In Deutschland
fällen nur sieben Prozent der betroffenen Geschäftsbereiche Entscheidungen über
IT-Projekte selbst. Bei den weltweit erfolgreichsten Unternehmen beträgt der
Anteil dagegen 31 Prozent.
Neue Messgrößen für IT-Leistung erforderlich
„Damit die IT die Geschäftsziele unterstützen und vorantreiben kann, müssen neue
Kriterien her, um ihren Beitrag zum Erfolg zu messen", so Toennies von Donop.
„Heute werden IT-Verantwortliche häufig danach bewertet, ob sie Betriebskosten
eingespart haben und wie verfügbar die Server waren. Eine viel wichtigere Größe
wäre zum Beispiel, wie viele Kunden mehr pro Stunde eine Transaktion durchführen
konnten oder ob der Service ein Kundenproblem schneller als vorher löst."
Konsequenzen für die IT-Agenda
Ein besonderes Augenmerk sollten Unternehmen auf Nutzer von IT richten. „Den
Takt in Sachen Technologie-Erlebnis geben Internetunternehmen,
Unterhaltungselektronik- und auf den Endverbraucher fokussierte
Computer-Hersteller vor", kommentiert Toennies von Donop. „Viele Unternehmen
hinken der Entwicklung hinterher. Mitarbeiter sind zunehmend frustriert von der
Technologie, die sie am Arbeitsplatz erleben, weil sie zuhause auf einem
deutlich neuern Stand sind. Kunden drohen sich abzuwenden, wenn ihnen ein
Unternehmen nicht die Funktionalitäten wie zum Beispiel Echtzeitbearbeitung
bietet, die sie von anderer Stelle gewohnt sind."
Die Studie zeigt außerdem, dass IT kundenorientierter werden muss, wenn sie
messbar zur gesamten Leistung des Unternehmens beitragen soll. Während bei „High
Performern" ein Viertel der Schnittstellen von Informationssystemen auf den
Kunden ausgerichtet sind, sind es in Deutschland 21 Prozent (Europa: 17
Prozent). Deutsche CIOs haben den Handlungsbedarf erkannt, jeder zweite will dem
Einrichten von Echtzeitschnittstellen zum Kunden höhere Priorität einräumen (55
Prozent). Außerdem investieren mit 33 Prozent hierzulande überdurchschnittlich
viele Firmen in IT-Anwendungen, die sich auf die Kunden konzentrieren (Europa:
28 Prozent).
Beim Einsatz neuer Technologien haben die deutschen Unternehmen noch ein
Stück Arbeit vor sich. Nur 32 Prozent setzen bislang mobile Applikationen in
wichtigen Geschäftsbereichen ein, dagegen 85 Prozent der „High Performer". Auf
Rich Media Internet setzen nur sieben Prozent (High Performer: 42 Prozent), auf
Business Intelligence 30 Prozent (High Performer: 69 Prozent), auf
Software-as-a-Service drei Prozent (High Performer: sechs Prozent), auf Wikis
sieben Prozent (High Performer: 25 Prozent). Dabei sind die neuen Technologien
günstiger und passen oft besser zu den Anforderungen des Geschäfts.
Beim Thema serviceorientierte Architekturen (SOA) zeigen sich die deutschen
Unternehmen an vorderster Front. 43 Prozent ihrer Anwendungen nutzen bereits SOA
(Europa: 28 Prozent, High Performer: 38 Prozent). 56 Prozent der Unternehmen
planen, 2008 eine SOA einzuführen (Europa: 49 Prozent, High Performer: 60
Prozent).
Über die Studie
Für die Studie „High Performance IT" befragte Accenture branchenübergreifend 260
IT-Verantwortliche von Unternehmen in Nordamerika (25 Prozent), Europa (53
Prozent) und Asien-Pazifik (22 Prozent).
Die Zusammenfassung der Studie finden
Sie
hier.
Quelle: Pressemitteilung der Accenture GmbH
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