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Die Deutschen werden bei Weihnachtsgeschenken spendabler
Verbraucher wollen durchschnittlich 246 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben /
Bücher und Kleidung werden besonders häufig verschenkt / Das meiste Geld fließt
in Gutscheine und Kleidung
Die Deutschen wollen in diesem Jahr durchschnittlich 246 Euro für
Weihnachtsgeschenke ausgeben, 22 Prozent mehr als im Vorjahr. 2006 hatte das
Budget für Weihnachtsgeschenke nur durchschnittlich 203 Euro betragen. Am
meisten wollen die Befragten für Gutscheine, Kleidung und Bücher ausgeben. Das
sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst &
Young. Basis der Studie ist eine repräsentative Umfrage unter 2.000
Verbrauchern.
Die tatsächlichen Ausgaben werden voraussichtlich noch über den geplanten
liegen. So hatten die Befragten im Jahr 2006 angegeben, 203 Euro ausgeben zu
wollen, tatsächlich haben sie aber durchschnittlich 258 Euro in Geschenke
investiert. In diesem Jahr stehen Bücher ganz oben auf der Einkaufsliste: 63
Prozent der Verbraucher haben vor, Literatur zu verschenken. Ebenfalls gerne
verschenkt werden Kleidung und CDs bzw. DVDs (jeweils 52 Prozent). Knapp die
Hälfte der Befragten (48 Prozent) planen, Geld oder Gutscheine zu verschenken.
DVD-Spieler, HiFi-Anlagen oder Flachbild-Fernseher sind vielen Deutschen dagegen
offenbar nicht festlich genug oder einfach zu teuer - nur 32 Prozent wollen
Unterhaltungselektronik auf den Gabentisch legen.
Die Händler können sich vor allem in den Bereichen „Kleidung“ und „Bücher“ auf
hohe Umsätze freuen. Im Durchschnitt will jeder Deutsche 32 Euro bzw. 26 Euro
für Kleidung und Bücher ausgeben. Am meisten wollen die Befragten allerdings in
Geldgeschenke bzw. Gutscheine investieren: durchschnittlich 34 Euro.
„Die Verbraucher kommen langsam wieder in Kauflaune“, stellt Thomas Harms,
Partner bei Ernst & Young fest. „Die anhaltend positive Entwicklung der
Wirtschaft, steigende Löhne und die gesunkene Arbeitslosigkeit machen sich nun
bemerkbar. Wir gehen daher davon aus, dass sich das Weihnachtsgeschäft in diesem
Jahr besser entwickeln wird als im Vorjahr“, erwartet Harms.
Frauen wollen deutlich mehr für Gutscheine (Frauen: 37 Euro / Männer: 27 Euro),
Bücher, (28/22) Kleidung (34/29) und Spielwaren (25/20) ausgeben als Männer,
während Männer mehr in Unterhaltungselektronik (15/23) und Schmuck (9/21)
investieren wollen.
Auch zwischen west- und ostdeutschen Verbrauchern gibt es interessante
Unterschiede hinsichtlich der Kaufabsichten: So planen die Westdeutschen,
deutlich mehr Geld für CDs bzw. DVDs (West: 21 Euro / Ost: 15 Euro) sowie für
Schmuck (14/8) auszugeben als die Ostdeutschen. Gleichzeitig veranschlagen
ostdeutsche Verbraucher höhere Ausgaben für Lebensmittel/Süßwaren als die
westdeutschen Konsumenten (11/21).
Rabattjäger halten sich auch im Advent nicht zurück
Trotz der insgesamt gestiegenen Kaufbereitschaft werden die Verbraucher
weiterhin großen Wert auf Preisnachlässe und Rabatte legen. Gaben im Vorjahr
noch 33 Prozent an, grundsätzlich keinen Wert auf Rabatte zu legen, ist der Wert
in diesem Jahr auf 23 Prozent gesunken. 66 Prozent der Befragten geben an, in
der Vorweihnachtszeit mindestens genauso viel Wert auf Rabatte und
Sonderangebote zu legen wie im Rest des Jahres. Nur elf Prozent schauen in der
Vorweihnachtszeit weniger auf den Preis als sonst. „Die Mehrheit der Käufer
erwartet inzwischen Preisnachlässe – auch in der Vorweihnachtszeit“, stellt
Peter Schommer, Partner bei Ernst & Young, fest. „Geiz ist zwar nicht mehr geil.
Aber Rabatte sind inzwischen für viele Verbraucher eine Selbstverständlichkeit.
Kaum jemand akzeptiert noch Normalpreise“. „Gerade bei Bekleidung erwarten wir,
dass viele Händler dem Wunsch der Menschen nach Sonderaktionen vor Weihnachten
entgegen kommen werden“, ergänzt Harms.
Einkaufen „zwischen den Jahren“ beliebt
Jeder fünfte plant, zwischen Weihnachten und Neujahr einkaufen zu gehen. Zwei
Drittel der Verbraucher, die angeben, “zwischen den Jahren“ einkaufen gehen zu
wollen, gehen davon aus, in dieser Zeit Prozente zu bekommen. „Der Handel wird
den Kundenwünschen entsprechen und nach dem Weihnachtsgeschäft wieder eine
Rabattwelle starten – schon vor dem traditionellen Schlussverkauf“, so Harms.
Die Rabatterwartungen der Käufer werden dabei immer höher: 46 Prozent der
Verbraucher erwarten beim Einkauf „zwischen den Jahren“ einen Rabatt von
mindestens zehn Prozent – im Vorjahr lag der Anteil noch bei 38 Prozent.
Verbraucher achten auf Qualität
Bei der Auswahl von Geschenken achten die Befragten vor allem auf Qualität und
Funktionalität: Für 83 Prozent bzw. 71 Prozent der Verbraucher haben diese
Kriterien eine große Bedeutung beim Geschenkkauf. Für fast jeden Zweiten (45
Prozent) spielen Umweltschutz-Aspekte eine wichtige Rolle. 42 Prozent der
Befragten geben an, dass die Frage, in welchem Land ein Produkt hergestellt
wurde, für sie eine große Bedeutung hat. Nur jeder Fünfte schaut nach eigenen
Angaben auf die Marke. „Die Dominanz des Preises als kaufentscheidendes
Kriterium nimmt weiter ab, und gerade zu Weihnachten wird die Auswahl des
Geschenks zunehmend zur Gewissensfrage“ kommentiert Schommer.
Download der Präsentation
Sie haben die Möglichkeit, die Präsentation zur Studie
als Download (PDF - 210
KB, 27 Seiten) zu lesen.
Stuttgart, 10.11.2007.
Quelle: Pressemitteilung der KPMG
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