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„Der Medienvertrag ab der Saison 06/07, stetig wachsende Sponsoringeinnahmen,
der anhaltende Zuschauerboom sowie eine moderne Stadioninfrastruktur sind
ausschlaggebend für die Rekordumsätze der Bundesligisten“, erläutert Stefan
Ludwig, Verantwortlicher der Sport Business Gruppe bei Deloitte.
Nach Deloitte-Recherchen erwirtschafteten die zwanzig umsatzstärksten Clubs
06/07 einen Gesamtumsatz von fast 3,7 Milliarden Euro und steigerten ihre Erlöse
um durchschnittlich elf Prozent gegenüber der Vorsaison – die größte
Wachstumsrate seit vier Jahren. Die diesjährigen Top 20 generierten somit
dreimal höhere Umsätze als die Clubs, die in der Saison 1996/97 die Spitze der
ersten Football Money League bildeten. Als Bewertungsgrundlage wird die
Fähigkeit der Vereine herangezogen, Umsatz aus dem täglichen, operativen
Fußballgeschäft zu erzielen. |
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Bereits zum dritten Mal in Folge führt Real Madrid mit 351 Millionen Euro die
Tabelle an und durchbrach als erster Club die Schallmauer von 300 Millionen
Euro. Den zweiten Platz eroberte Manchester United mit einer Einnahmensteigerung
um 30 Prozent zurück. Der Ausbau von Old Trafford auf eine Stadionkapazität von
76.000 Zuschauern ermöglichte „ManU“, mit einem Gesamterlös von 315,2 Millionen
Euro ebenfalls die magische Grenze zu übertreffen. Einen Platz eingebüßt hat
dagegen der FC Barcelona, der mit 290,1 Millionen Euro Dritter wurde. Der
englische Vizemeister Chelsea London auf Position vier (283,0 Millionen Euro)
und Arsenal London auf Platz fünf (263,9 Millionen Euro) komplettieren den
Erfolg der englischen Premier League Clubs. „Die neuen Dreijahres-TV-Verträge
der Premier League, die mit der Saison 07/08 in Kraft treten, werden die
Erlösstruktur weiter verbessern und könnten dazu führen, dass sich im nächsten
Jahr bis zu zehn englische Clubs für die Money League qualifizieren“,
prognostiziert Stefan Ludwig.
Bayern München mit neuem Rekordumsatz
Mit einem Rekordumsatz von 223,3 Millionen Euro kletterte der FC Bayern München
als umsatzstärkster deutscher Club zurück auf Position sieben. Aufgrund des
neuen TV-Vertrages der Bundesliga und der gesteigerten Erlöse aus den
Fernsehübertragungsrechten der UEFA Champions League konnte der deutsche
Rekordmeister entscheidende Mehreinnahmen generieren.
Der Hamburger SV qualifizierte sich erstmals seit der Saison 00/01 wieder für
die UEFA Champions League und belegt mit 120,4 Millionen Euro als zweitbester
deutscher Verein Position 15. Zum fünften Mal schaffte der FC Schalke 04 den
Sprung unter die Top 20 – lag jedoch mit 114,3 Millionen Euro zwei Positionen
hinter der Vorjahresplatzierung auf Platz 16. Dies ist auf das frühzeitige
Ausscheiden im UEFA Cup als auch im DFB Pokal in der Saison 06/07
zurückzuführen.
Erstmals seit Bestehen der Football Money League gelang dem SV Werder Bremen
mit 97,3 Millionen Euro und Position 20 der Sprung unter in die Top 20. Vor
allem das erneut erfolgreiche Abschneiden auf europäischem Parkett ließen ihn in
die Liga der umsatzstärksten internationalen Top-Clubs aufsteigen. Borussia
Dortmund, VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen verfehlten mit Umsatzzahlen
zwischen 80 und 90 Millionen Euro nur knapp den Einstieg in den Kreis der
zwanzig Top-Vereine.
„Aufgrund der kontinuierlichen Umsatzanstiege könnten auch diese Clubs bei
einer UEFA-Champions-League-Teilnahme zukünftig den Sprung in die Top 20
schaffen“, analysiert Niels Gronau, Projektmanager der Sport Business Gruppe bei
Deloitte.
Die „Deloitte Football Money League“ 06/07 (in Mio. Euro)
|
Position
(Position vergangenes Jahr) |
Verein |
Einnahmen
(in Mio. Euro) |
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1 (1) |
Real Madrid |
351,0 |
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2 (4) |
Manchester United |
315,2 |
|
3 (2) |
FC Barcelona |
290,1 |
|
4 (6) |
FC Chelsea |
283,0 |
|
5 (9) |
Arsenal London |
263,9 |
|
6 (5) |
AC Mailand |
227,2 |
|
7 (8) |
FC Bayern München |
223,3 |
|
8 (10) |
FC Liverpool |
198,9 |
|
9 (7) |
Inter Mailand |
195,0 |
|
10 (12) |
AS Rom |
157,6 |
|
11 (15) |
Tottenham Hotspur |
153,1 |
|
12 (3) |
Juventus Turin |
145,2 |
|
13 (11) |
Olympique Lyon |
140,6 |
|
14 (13) |
Newcastle United |
129,4 |
|
15 (16) |
Hamburger SV |
120,4 |
|
16 (14) |
FC Schalke 04 |
114,3 |
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17 (neu) |
Celtic Glasgow |
111,8 |
|
18 (neu) |
FC Valencia |
107,6 |
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19 (neu) |
Olympique Marseille |
99,0 |
|
20 (neu) |
SV Werder Bremen |
97,3 |
Quelle: Deloitte Football Money League 2008.
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Ergänzende Erläuterungen zu den Ergebnissen
Erstmalig seit der Saison 03/04 hat sich in diesem Jahr die Zusammensetzung der
Top 10 verändert. Durch den Bestechungsskandal bedingten Zwangsabstieg in die
zweite italienische Liga ist Juventus Turin auf Rang zwölf abgerutscht –
erstmals spielte der Verein nicht in der höchsten Spielklasse des Landes. Den
Platz der Turiner übernahm stattdessen der AS Rom. Die Rückkehr in die Serie A
sowie die bisherigen Saisonleistungen sprechen jedoch dafür, dass Juventus Turin
sich schon im nächsten Jahr zurückmelden wird.
Die Deloitte Football Money League ist unter
www.deloitte.com/de/Football
verfügbar.
Details zur „Deloitte Football Money League”
Die „Deloitte Football Money League” Ausgabe Februar 2008 basiert auf
Umsatzinformationen im Geschäftsjahr 2006/07 (oder in einzelnen Fällen im
zuletzt verfügbaren Kalenderjahr) und sind den veröffentlichten Jahresbilanzen
und weiteren verlässlichen Quellen entnommen. Sofern nicht ausdrücklich erwähnt,
handelt es sich um Angaben ohne Steuern und Einnahmen aus Spielertransfers. Zur
Vereinfachung und zu Vergleichszwecken wurden auch signifikante Einnahmen aus
Nichtfußballaktivitäten oder Finanztransaktionen, sofern bekannt,
ausgeschlossen. Zum Zweck dieses Berichts wurde keine Überprüfung der
Informationen durchgeführt.
Die Umrechnung in Euro basiert auf dem Wechselkurs vom 30. Juni 2007 (£ 1 = €
1,4856). Vergleichbare Zahlen für die Vorjahre wurden zum Wechselkurs vom 30.
Juni des relevanten Jahres berechnet.
Später im Jahr veröffentlicht Deloitte den „Annual Review of Football Finance“,
eine detaillierte Analyse der europäischen Fußballfinanzen.
Quelle: Pressemitteilung der Deloitte & Touche GmbH - Deutschland |