|
Unisys-Prognose für 2008: Outsourcing wird Consumer-lastig und grün
Veränderung des Arbeitsumfelds und Umweltaspekte sind Schlüsselfaktoren für
IT-Outsourcing
Die wachsende Zahl an mobilen Mitarbeitern, neue Anforderungen an die
Verfügbarkeit von Services und ein erhöhtes Umweltbewusstsein werden im Jahr
2008 laut Joe Hogan, Vice President, Strategic Outsourcing bei Unisys,
maßgeblichen Einfluss auf Outsourcing-Entscheidungen haben.
Für 2008 sieht Joe Hogan die folgenden Entwicklungen:
1. Consumerorientierung der IT (IT-Consumerization) beeinflusst die
Service-Strategien der Unternehmen
2. Unternehmen werden zunehmend auf Utility-Modelle im Outsourcing setzen
3. Mehr Umweltbewusstsein und entsprechende „grüne“ Technologien halten Einzug
in Rechenzentren
4. Erfahrung und Service-Know-how werden zu Kernfaktoren für Outsourcing
5. Notwendigkeit zu erhöhter Flexibilität und Kostendämpfungen zwingt zur
schnelleren Modernisierung von Altanwendungen
„Kostensenkungen – bisher der Schlüsselfaktor bei Outsourcing-Entscheidungen –
werden zunehmend selbstverständlich und sind deshalb nicht mehr das einzige oder
ausschlaggebende Kriterium“, sagt Joe Hogan. „Der Wandel in der Art und Weise
wie Menschen zusammenarbeiten und ihre Geschäfte betreiben stellt auch völlig
neue Anforderungen an die IT-Services. In den kommenden Jahren ist es für
Outsourcing-Anbieter eine Kernherausforderung genau diese neuen Bedürfnisse der
Anwender zu erfüllen.“
1. Consumerorientierung der IT (IT-Consumerization) beeinflusst die
Services-Strategien der Unternehmen
Neue Consumer-Technologien wie das iPhone von Apple drängen immer schneller auf
den Markt. Mitarbeiter – vor allem im Vertrieb oder im Kundenservice – möchten
diese Geräte auch für ihre Arbeit einsetzen.
Um diese steigende Nachfrage 2008 gewinnbringend zu nutzen, werden Unternehmen
laut Joe Hogan zunehmend IT-Support für Consumer-Technologien in ihre
IT-Outsourcing-Vereinbarungen aufnehmen. Viele Arbeitgeber werden sogar die
Geräte bereitstellen oder Mitarbeiterkäufe finanziell unterstützen. Des Weiteren
sollten Unternehmen ihren IT-Support stärker auf umsatzgenerierende Mitarbeiter
als auf die Mitglieder des Managements ausrichten, die traditionell den besten
Support erhalten. Diese Praxis hat sich bei Best-Practices-Unternehmen bereits
durchgesetzt, wie eine 2007 veröffentlichte Unisys-Studie beweist.
2. Unternehmen werden zunehmend auf Utility-Modelle im Outsourcing setzen
Outsourcing hieß bisher oft, die eigenen Unternehmens-Rechenzentren durch
Mitarbeiter eines Outsourcing-Anbieters betreuen zu lassen. Doch in Zukunft
werden Unternehmen immer mehr auf Off-Site-Rechenzentren setzen, die vollständig
von Service-Providern betrieben werden.
„Es ist für Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll, von den Investitionen ihrer
Outsourcing-Partner in niedrige Servicekosten, standardisierte Systeme und
„grüne“ IT zu profitieren“, sagt Joe Hogan.
3. Mehr Umweltbewusstsein und entsprechende „grüne“ Technologien halten Einzug
in Rechenzentren
Gemäß einem 2007 veröffentlichten Bericht der US-amerikanischen
Umweltschutzagentur hat sich der Stromverbrauch in amerikanischen
Rechenzentren zwischen 2000 und 2006 verdoppelt und macht nun 1,5 Prozent des
gesamten Stromverbrauchs in den USA aus. Die Untersuchung legt nahe, dass sich
dieser Verbrauch bis zum Jahr 2011 erneut verdoppeln kann. Wenn man diesem Trend
nicht gezielt begegnet, wird das zu höheren Betriebskosten und möglicherweise zu
Energie-Engpässen führen.
Um solche negativen Auswirkungen zu vermeiden, werden laut Joe Hogan 2008
Unternehmen stark in Green IT investieren. Und: sie fordern das auch von ihren
Outsourcing-Partnern – nicht nur, um den Energieverbrauch zu senken, sondern
auch, um ihre Aktionäre zu beruhigen und ihre Bilanz zu verbessern.
In outgesourcten Rechenzentren wird zunehmend auf effiziente Speicherung und
bessere Energieausnutzung geachtet. Deshalb verwendet man Server mit
Multi-Core-Prozessoren und Virtualisierungstechniken. Dies vermindert die Anzahl
der Systeme, die eine separate Energiezufuhr erfordern. Gleichzeitig werden die
Abläufe effizienter, wenn Aufgaben zwischen mehreren Prozessoren in einem Server
aufgeteilt werden.
4. Erfahrung und Service-Know-how werden zu Kernfaktoren für Outsourcing
IT-Consumerization und -Modernisierung erfordern eine breite Palette an
innovativen Services für Enduser-Support und Anwendungserneuerung. Die
IT-Abteilungen der Unternehmen verfügen häufig nicht über die internen
Ressourcen, um diese Leistungen effizient bereit zu stellen. Eine Studie von
Unisys zeigt, dass 20 Prozent der IT-Entscheider in Unternehmen innerhalb der
nächsten zwei Jahre verstärkt auf Outsourcing setzen wollen.
„IT-Unternehmen müssen sich in den kommenden Jahren auf eine veränderte
Arbeitswelt und neue Technologien einstellen“, sagt Joe Hogan. „Deshalb werden
sie stark auf das Know-how ihrer Outsourcing-Partner setzen, die weltweite Best
Practices entwickelt haben, um den neuen Herausforderungen zu begegnen.“
5. Notwendigkeit zu erhöhter Flexibilität und Kostendämpfung zwingt zur
schnelleren Modernisierung von Altanwendungen
Wenn Unternehmen ihre IT nicht mehr selbst In-House betreiben, sondern zu
externen Anbietern wechseln, die eigene Rechenzentren betreiben, dann sollten
sie auch von den Fähigkeiten der qualifizierten Mitarbeiter des
Outsourcing-Anbieters profitieren. Dazu zählt insbesondere Fachwissen für die
Umwandlung bestehender Anwendungs¬umgebungen in service-orientierte
Architekturen (SOA).
Strategische Altanwendungen stellen häufig millionenschwere Investitionen dar,
daher muss die Modernisierung mit Bedacht ausgeführt werden, um die Kontinuität
der Anwendungen zu sichern und sie langfristig nutzbar zu machen.
„Mit SOA können Anwendungen effektiver modernisiert werden, gleichzeitig wird
das Unternehmen flexibler und kann besser auf veränderte Marktbedingungen
reagieren“, erklärt Joe Hogan.
Die Unisys 3D Blueprinting Methodik enthält eine Vorgehensweise für die
Anwendungsmodernisierung in einer Outsourcing-Umgebung. Die Methode verdeutlicht
die Beziehung zwischen Business und unterstützender IT. Sie macht die
Verknüpfungen zwischen Unternehmensstrategie, Geschäftsprozessen, Anwendungen
und der IT-Infrastruktur sichtbar. Dieser Ansatz von Unisys unterstützt
Unternehmen darin, ihre Entscheidungen rechtzeitig zu fällen, Ursache und
Wirkung besser zu verstehen und das Geschäftsrisiko zu minimieren.
Sulzbach, 21. Januar 2008
Quelle: Pressemitteilung der Unisys |