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Pressemitteilung - Pressemitteilung im Managementportal

 

 

KPMG-Umfrage: Kfz-Zulieferer managen Kooperationen in den Emerging Markets unzureichend

Automobilzulieferer sind zunehmend in den Emerging Markets aktiv, managen aber ihre Kooperationen mit einheimischen Unternehmen nur unzureichend und schneiden diese zu wenig auf die Bedürfnisse des jeweiligen Landes zu. Das hat eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG unter 62 international operierenden Kfz-Zulieferern ergeben. Viele Kfz-Zulieferer vernachlässigen bei Kooperationen die jeweiligen Länderspezifika. Dadurch werden Risiken nicht rechtzeitig erkannt, die Zusammenarbeit entwickelt sich oft anders als geplant und wird durch kulturelle Missverständnisse erschwert.

Die künstliche Zusammenfassung von Brasilien, Russland, Indien und China unter dem Dach der BRIC-Länder scheint für die Kfz-Industrie vor dem Hintergrund der Umfrageergebnisse wenig sinnvoll zu sein.

 

 

 

   

Dieter Becker, Leiter des Segments Automotive bei KPMG: „Eine auf die Spezifika des jeweiligen Landes ausgerichtete Steuerung ist essentiell. Ein einheitlicher Ansatz in allen BRIC-Ländern ist wenig erfolgversprechend. Die strategischen Herausforderungen in den einzelnen Ländern sind einfach zu unterschiedlich, da sie meist von rechtlichen, ökonomischen und kulturellen Aspekten abhängig sind. Vor allem Brasilien lässt sich aufgrund seiner länderspezifischen Merkmale eher mit Nordamerika, Westeuropa oder Japan vergleichen. “

In Indien stellt nach Angaben der Befragten die Suche nach einem geeigneten Partner die Haupthürde für ein Engagement dar. In Russland bereitet vor allem die Personalsuche Probleme. Und während in Brasilien administrative und rechtliche Hindernisse dominieren, stellt in China die effektive Steuerung einer Kooperation für viele Befragten die größte Herausforderung dar.

Dieter Becker: „Viele Unternehmen müssen ihr Kooperationsmanagement professioneller gestalten, wenn sie in den Emerging Markets nachhaltig Erfolg haben wollen. Um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden, sollten sie ihre Kooperationen differenziert nach Ländern und Kooperationsform steuern. Dazu gehört auch ein gut ausgearbeiteter, länderspezifischer Business Plan.“ Wie die Umfrage ergab, unterscheidet über die Hälfte der Unternehmen bei der Steuerung zurzeit nicht nach der Form der Zusammenarbeit (54 Prozent). Die meisten setzen zur Steuerung von der Kooperationsform unabhängige operative und finanzielle Kennzahlen ein.

Dabei ist der Trend zu Kooperationen in den Emerging Markets deutlich zu erkennen. Die immer höheren Aufwendungen für die Entwicklung umweltfreundlicher Antriebe zwingen vor allem die deutschen Premium-Hersteller zu einer intensiven Suche nach Kooperationspartnern. Die Emerging Markets bieten sich hier in mehrfacher Hinsicht an. Zum einen bieten Produktionsstandorte in Asien, Russland und Lateinamerika deutliche Kostenvorteile. Zum anderen nimmt in diesen Ländern das für technisch anspruchsvolle Fertigungsprozesse nötige Know-how deutlich zu. Und abgesehen davon gehören die Emerging Markets zu den zukunftsträchtigsten Binnenmärkten für die Automobilbranche. Drei von vier der befragten Unternehmen planen, ihre Kooperationsaktivitäten in den BRIC-Ländern in den kommenden fünf Jahren auszubauen.

Die befragten Unternehmen betreiben insgesamt rund 250 Kooperationen in den BRIC-Ländern sowie in den Triade-Ländern (Westeuropa, Nordamerika, Japan), viele von ihnen verfügen über eine mehr als zehnjährige Erfahrung in den BRIC-Ländern.

Weitere Informationen finden Sie hier in der Studie Kooperationen in der Automobilzuliefererindustrie (PDF, 1.37 MB)

 

Berlin, 6. Februar 2008
Quelle: Pressemitteilung der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

 
 

 

 

 

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Stand: 13. Dezember 2014