managementportal.de

Das neue
Portal

managementportal.de

HOME

SUCHE PUBLIKATIONEN

 

ENGL. PORTAL

BLOG

 RMP GMBH

IMPRESSUM

SITEMAP


 
Übersicht
Defekter Link?
Send to a friend
Feedback

 


Pressemitteilung - Pressemitteilung im Managementportal

 

 

Private Equity-Investoren erzielen 89 Prozent Wertsteigerung

Unternehmen in Private Equity-Besitz mit starkem Gewinnwachstum / Bessere Entwicklung als börsennotierte Unternehmen / Profitabilität und Mitarbeiterzahl steigen / Investoren halten sich in Deutschland derzeit mit großen Neuinvestitionen zurück

Private Equity-Investoren, die sich im vergangenen Jahr von ihren europäischen Portfoliounternehmen getrennt haben, erzielten bei ihren Investitionen im Verlauf des gesamten Investitionszeitraums im Durchschnitt eine Wertsteigerung von 89 Prozent. Investitionen in deutsche Unternehmen erwiesen sich dabei als besonders profitabel. Das sind Ergebnisse einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Die Studie basiert auf einer Analyse von Transaktionen, bei denen sich Investoren von Portfoliounternehmen trennten. Dabei wurden die 100 nach ursprünglichem Investitionsvolumen größten Transaktionen weltweit betrachtet. Bevor weiter auf die Ergebnisse eingegangen wird, soll zunächst einmal die Frage beantwortet werden, was Private Equity bedeutet. Bei dieser Geschäftsform beteiligt man sich mit seinem Kapital an einem Unternehmen – soweit nichts Ungewöhnliches. Das Besondere ist, dass das Unternehmen vergleichsweise jung ist und man sein Geld in dessen Wachstumspotenzial investiert.

Private Equity-Gesellschaften trennten sich nach durchschnittlich 3,6 Jahren von ihren Investitionen. In diesem Zeitraum gelang den Investoren ein durchschnittlicher jährlicher Wertzuwachs von 24 Prozent. Dabei bemisst sich der Wertzuwachs aus der Differenz zwischen dem Preis, den der Investor bei seinem Einstieg in das Unternehmen bezahlt hatte, und dem Erlös, den er beim „Exit“, also dem Verkauf des Unternehmens an einen anderen Investor oder dem Börsengang erzielt hat.

Besonders hohe Wertsteigerungen konnten die Investoren in Deutschland erzielen, wo ein durchschnittlicher Wertzuwachs von jährlich 29 Prozent gelang. In den USA erzielten die Investoren eine durchschnittliche Wertsteigerung von 24 Prozent, in Großbritannien eine von 14 Prozent.

Als besonders profitabel erwiesen sich – mit einem jährlichen Wertzuwachs von 30 Prozent – Investitionen in Telekommunikationsunternehmen. Am wenigsten ließ sich mit Herstellern von Konsumgütern verdienen, deren Wert nur um jährlich 14 Prozent stieg.

Da sich die Finanzkrise erst zeitverzögert ausgewirkt hat, war das Jahr 2007 für Private Equity-Investoren insgesamt ein sehr erfolgreiches Jahr“, kommentiert Joachim Spill, Vorstandsmitglied bei Ernst & Young, die Ergebnisse. „Sie konnten dank einer Verbesserung der Performance der Portfoliounternehmen und trotz des schwierigen Marktumfelds in der zweiten Jahreshälfte hohe Wertsteigerungen erzielen.“ Allerdings sei die Anzahl der Exits in der zweiten Jahreshälfte spürbar zurückgegangen.

Überdurchschnittlich erfolgreich waren die Investoren bei Unternehmen, die sich vor dem Erwerb in privatem Vermögen befunden hatten – hier erzielten sie Wertsteigerungen von durchschnittlich 30 Prozent im Jahr. Die Beteiligung an börsennotierten Unternehmen erwies sich hingegen mit einer durchschnittlichen Wertsteigerung von jährlich 17 Prozent als deutlich weniger lukrativ.

Unternehmen in Private Equity-Besitz arbeiten besonders profitabel
Ein Grund für den erheblichen Wertzuwachs der Unternehmen in Private-Equity-Besitz liegt darin, dass sie ein höheres Gewinnwachstum verzeichnen konnten als vergleichbare börsennotierte Unternehmen. Das EBITDA2 der untersuchten Unternehmen stieg um jährlich 16 Prozent, börsennotierte Unternehmen konnten nur ein Gewinnwachstum von durchschnittlich 10 Prozent im Jahr aufweisen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Investitionszeitraum um durchschnittlich 15 Prozent.

 

 

 

„Bei den Private Equity-Investitionen tritt das reine Deleveragen, also das Erzielen der Erträge vor allem durch finanzielle Hebel, immer stärker in den Hintergrund“, kommentiert Spill. „Stattdessen nehmen die Investoren über ihre Aufsichtsratsfunktion zunehmend auf das operative Geschäft Einfluss und erzielen auf diesem Weg eine Verbesserung der Unternehmensperformance und damit eine Steigerung des Unternehmenswerts“. Grundsätzlich habe das Geschäftsmodell von Private Equity-Investoren ein einfaches Ziel: den Geschäftswert im Investitionszeitraum bestmöglich zu steigern. „Während der gesamten Investitionsdauer konzentriert sich der Investor darauf, das Unternehmen in verschiedenen Bereichen zu verbessern, so dass sich der Wert für potenzielle neue Besitzer erhöht“, stellt Spill fest.

 

 

Keine Erholung auf dem deutschen Private Equity-Markt
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 haben Finanzinvestoren 11 Milliarden Euro in Deutschland investiert – das waren zwar 16 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2007, aber 47 Prozent weniger als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres. Die Zahl der Transaktionen war allerdings mit 93 wieder relativ hoch. Im vorangegangenen Halbjahr wurden 98 Private Equity-Transaktionen in Deutschland gezählt, im ersten Halbjahr 2007 waren es 79.

„Das Private Equity-Geschäft ist auch in Deutschland im vergangenen Jahr in rauheres Fahrwasser geraten – insbesondere im Segment der großen Transaktionen hat die internationale Finanzkrise deutliche Spuren hinterlassen“, stellt Spill fest. Zwar sind die Private Equity-Gesellschaften nach wie vor aktiv – allerdings führen sie vor allem kleinere und mittelgroße Transaktionen durch. „Angesichts der erwiesenen Fähigkeit von Unternehmen in Private Equity-Besitz, börsennotierte Unternehmen hinsichtlich der zentralen Kennzahlen zu übertreffen, ist aber davon auszugehen, dass die Private Equity-Branche die Finanzkrise und eine Konjunkturflaute verkraften und sich gut positionieren kann, wenn der Markt wieder anzieht“, so Spill.

[1] Die Zielunternehmen haben ihren Sitz in den USA (44 %), Europa (53%) und Asien bzw. Australien (3%)

[2] = Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte

Download der Präsentation
Sie haben die Möglichkeit, die Präsentation der Studie (PDF - 741 KB, 18 Seiten) zu lesen.

 

Quelle: Pressemitteilung der  Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

 

 

 

 

      Übersicht

 




Anzeige

 

 

 

 
 
 
 
 
     

Copyright © 2007 Recklies Management Project GmbH
Stand: 13. Dezember 2014