Dagmar Wilbs, Leiterin des Bereichs Human Capital von Mercer, dazu: „Diese
Zahlen bestätigen die weitverbreitete Auffassung, dass Positionen im
Linienmanagement für den Einstieg in das Topmanagement förderlich sind.
Gleichzeitig beweisen sie, dass Frauen grundsätzlich dieselben
Karrierevoraussetzungen für eine Position in Vorstand oder Aufsichtsrat
mitbringen wie Männer.“
Unterschiede in den Profilen der untersuchten Männer und Frauen zeigen sich vor
allem im Alter, in der Ausbildung und in der öffentlichen Präsenz. Die Männer
verfügen meist über ein ausgeprägtes öffentliches Profil, ein Drittel der Frauen
sind dagegen relativ unbekannt. Bei den Männern liegt das Durchschnittsalter bei
60, bei den Frauen bei 54 Jahren. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass
männliche Vorstandsmitglieder häufiger im Ausland tätig waren als ihre
Kolleginnen: Die Männer können durchschnittlich 2,4 Auslandseinsätze vorweisen,
die Frauen nur 0,8.
Im Hinblick auf die universitäre Ausbildung unterscheiden sich Männer und Frauen
in der Fächerwahl: 8 % der weiblichen Vorstände haben einen
naturwissenschaftlichen, die Hälfte einen wirtschaftswissenschaftlichen oder
juristischen Studienabschluss. Von den männlichen Vorständen haben 32 % einen
naturwissenschaftlichen und 53 % einen wirtschaftlichen oder juristischen
Hintergrund.
Bei den männlichen Aufsichtsratsmitgliedern ist das Verhältnis von
naturwissenschaftlichen Studienabschlüssen (30 %) zu solchen in den Bereichen
Wirtschaft oder Jura (47 %) dem der Männer in Vorstandspositionen ähnlich. Nur
bei den Frauen zeigt sich hier ein Unterschied: 16 % der weiblichen
Aufsichtsräte haben ein naturwissenschaftlich orientiertes Studium abgeschlossen
und 29 % ein wirtschaftswissenschaftliches oder juristisches.
*) Die Einstufung Top-100 beruht auf einem Ranking der 300 größten europäischen
Unternehmen nach Börsenwert.
Informationen zum Buch
„Women on Boards – Moving Mountains“ ist die achte EuropeanPWN-Publikation in
der Women@Work-Serie. Die Buchreihe möchte als praktischer Ratgeber einerseits
Frauen in Führungsrollen unterstützen und andererseits Unternehmen beratend zur
Seite stehen, die gezielt mehr Frauen werben, halten und fördern möchten. Andere
Titel der Serie beschäftigten sich mit Mentoring, Frauenkarrieren im neuen
Jahrtausend und Best Practices für eine Corporate Diversity.
Alle Einnahmen durch EuropeanPWN-Publikationen
kommen dem Netzwerk und der Forschung zugute.
Download
Die Studienergebnisse können
hier als pdf-Datei eingesehen werden.
Über EuropeanPWN
EuropeanPWN ist Europas führendes Netzwerk für internationale Geschäftsfrauen,
das jedes Jahr über 600 Veranstaltungen in 17 größeren Städten organisiert. Das
Netzwerk zählt über 3.000 Mitglieder und mehr als 90 Nationalitäten aus allen
Wirtschaftszweigen und aus ganz Europa.
Quelle: Pressemitteilung von Mercer Deutschland GmbH vom 06.02.2008