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Pressemitteilung - Pressemitteilung im Managementportal

 

 

Frauen und Männer im Topmanagement – der feine Unterschied

Europaweite Mercer-Studie untersucht die Profile der TOP-100-Frauen und Männer in Aufsichtsrats- und Vorstandspositionen
Die überwiegende Mehrheit (89 %) der TOP-100*)-Frauen hat eine Aufsichtsratsfunktion inne, nur 11 % besetzen eine Vorstandsposition

Im Gegensatz dazu sind 35 % der Top-100*)-Männer in Vorstands- und 65 % in Aufsichtsratsfunktionen tätig

28 % der Frauen und lediglich 1 % der Männer sind als Arbeitnehmervertreter eingesetzt.

Dass Frauen in Europas Vorstandsetagen weit unterrepräsentiert sind, ist bekannt und durch verschiedene Studien belegt. Aber was sind die Gründe für dieses Phänomen? Um dies näher zu beleuchten, hat sich das Beratungsunternehmen Mercer in einer aktuellen Studie mit den Profilen der Top-100*)-Frauen und Männer in Vorstands- und Aufsichtsratspositionen in Europa befasst. Die ausgewählten Personen stammen aus einer Unternehmensaufstellung, die bereits für den EuropeanPWN BoardWomen Monitor 2006 genutzt und jetzt aktualisiert wurden. Die Ergebnisse der Mercer-Studien sind nun in dem neuen Buch der EuropeanPWN „Women on Boards – Moving Mountains“ veröffentlicht worden.

Demnach haben 11 % der europäischen Top-100*)-Frauen eine Vorstandsposition inne, bei den TOP-100*)-Männern sind es 35 %. Die Mehrheit der Frauen bekleiden eine Aufsichtsratsfunktion: 89 % sind Mitglied des Aufsichtsrates, bei den männlichen Kollegen sind es 65 %. Lediglich 8 % der Frauen sind im Verhältnis zu 27 % der Männer Vorsitzende eines Vorstandsgremiums.


 

 

  Gut ein Viertel (28 %) der Frauen fungieren als Arbeitnehmervertreterinnen. Bei den Männern üben lediglich 1 % dieses Amt aus. Diese Ergebnisse hängen vor allem mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland zusammen: Hier müssen die Hälfte der Aufsichtsratsmitglieder Arbeitnehmervertreter sein. Diese Funktion haben in den Top-100*) -Unternehmen meist Frauen inne.



Die Karrierewege der analysierten Frauen und Männer verlaufen vergleichbar: 74 % der männlichen Vorstandsmitglieder geben an, zuvor Positionen im Linienmanagement bekleidet zu haben; 26 % hatten Stabsfunktionen ausgeübt. Bei den Frauen hatten 72 % zuvor Positionen im Linienmanagement und 28 % Stabsfunktionen inne.

 


Dagmar Wilbs, Leiterin des Bereichs Human Capital von Mercer, dazu: „Diese Zahlen bestätigen die weitverbreitete Auffassung, dass Positionen im Linienmanagement für den Einstieg in das Topmanagement förderlich sind. Gleichzeitig beweisen sie, dass Frauen grundsätzlich dieselben Karrierevoraussetzungen für eine Position in Vorstand oder Aufsichtsrat mitbringen wie Männer.“

Unterschiede in den Profilen der untersuchten Männer und Frauen zeigen sich vor allem im Alter, in der Ausbildung und in der öffentlichen Präsenz. Die Männer verfügen meist über ein ausgeprägtes öffentliches Profil, ein Drittel der Frauen sind dagegen relativ unbekannt. Bei den Männern liegt das Durchschnittsalter bei 60, bei den Frauen bei 54 Jahren. Darüber hinaus zeigt die Studie, dass männliche Vorstandsmitglieder häufiger im Ausland tätig waren als ihre Kolleginnen: Die Männer können durchschnittlich 2,4 Auslandseinsätze vorweisen, die Frauen nur 0,8.

Im Hinblick auf die universitäre Ausbildung unterscheiden sich Männer und Frauen in der Fächerwahl: 8 % der weiblichen Vorstände haben einen naturwissenschaftlichen, die Hälfte einen wirtschaftswissenschaftlichen oder juristischen Studienabschluss. Von den männlichen Vorständen haben 32 % einen naturwissenschaftlichen und 53 % einen wirtschaftlichen oder juristischen Hintergrund.

Bei den männlichen Aufsichtsratsmitgliedern ist das Verhältnis von naturwissenschaftlichen Studienabschlüssen (30 %) zu solchen in den Bereichen Wirtschaft oder Jura (47 %) dem der Männer in Vorstandspositionen ähnlich. Nur bei den Frauen zeigt sich hier ein Unterschied: 16 % der weiblichen Aufsichtsräte haben ein naturwissenschaftlich orientiertes Studium abgeschlossen und 29 % ein wirtschaftswissenschaftliches oder juristisches.

*) Die Einstufung Top-100 beruht auf einem Ranking der 300 größten europäischen Unternehmen nach Börsenwert.
Informationen zum Buch
„Women on Boards – Moving Mountains“ ist die achte EuropeanPWN-Publikation in der Women@Work-Serie. Die Buchreihe möchte als praktischer Ratgeber einerseits Frauen in Führungsrollen unterstützen und andererseits Unternehmen beratend zur Seite stehen, die gezielt mehr Frauen werben, halten und fördern möchten. Andere Titel der Serie beschäftigten sich mit Mentoring, Frauenkarrieren im neuen Jahrtausend und Best Practices für eine Corporate Diversity.

Alle Einnahmen durch EuropeanPWN-Publikationen kommen dem Netzwerk und der Forschung zugute.

Download
Die Studienergebnisse können hier als pdf-Datei eingesehen werden. 

Über EuropeanPWN
EuropeanPWN ist Europas führendes Netzwerk für internationale Geschäftsfrauen, das jedes Jahr über 600 Veranstaltungen in 17 größeren Städten organisiert. Das Netzwerk zählt über 3.000 Mitglieder und mehr als 90 Nationalitäten aus allen Wirtschaftszweigen und aus ganz Europa.

 

Quelle: Pressemitteilung von Mercer Deutschland GmbH vom 06.02.2008

 

 

 

 

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Stand: 13. Dezember 2014