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Pressemitteilung - Pressemitteilung im Managementportal

 

 

Weltweite Flaute bei Börsengängen hält an

Zahl und Wert der Börsengänge im ersten Halbjahr halbiert / Keine Erholung im zweiten Quartal / Deutlich stärkere Aktivitäten in den Schwellenländer als in Europa und den USA / Größter Börsengang des zweiten Quartals findet in Brasilien statt / Zahlreiche Absagen und Verschiebungen

 Im ersten Halbjahr 2008 gingen die weltweiten IPO-Aktivitäten deutlich zurück: Verglichen mit dem zweiten Halbjahr 2007 sank die Zahl der IPOs um 51 Prozent. Weltweit wurde im ersten Halbjahr 2008 bei 505 Börsengängen ein Gesamtbetrag von 79 Milliarden US-Dollar erlöst. Trotz der 19,6 Milliarden US-Dollar, die vom Kreditkartenanbieter Visa Inc. beim bislang größten IPO in den USA aufgenommen wurden, bedeutet dies einen Rückgang um 51 Prozent im Vergleich zu den im vorangegangenen Halbjahr verzeichneten 161 Milliarden US-Dollar. Das sind Ergebnisse des vierteljährlich durchgeführten weltweiten IPO-Barometers von Ernst & Young.

Nach einem sehr schwachen ersten Quartal brachte das zweite Quartal dieses Jahres nicht die erhoffte Erholung: Die Zahl der Börsengänge stieg leicht von 247 auf 258. Im letzten Quartal des Vorjahres wurden noch 591 IPOs gezählt. Der Emissionsvolumen der weltweit im zweiten Quartal durchgeführten IPOs lag bei 37 Milliarden US-Dollar – nach 41 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal.

 

 

 

Inzwischen sind die Schwellenländer die wichtigste Säule des weltweiten IPO-Marktes. Sieben der zehn größten Börsengänge und 15 der zwanzig größten Börsengänge fanden in Schwellenländern statt. In China werden derzeit mit Abstand die meisten Neuemissionen verzeichnet: Bei 56 IPOs im zweiten Quartal wurden 6,2 Milliarden US-Dollar erlöst.

Die aktivsten IPO-Märkte – nach China – waren im zweiten Quartal Polen (21 Börsengänge), Australien, Südkorea und Indien (alle 17). In Deutschland sind im zweiten Quartal 2008 nur vier Unternehmen an die Börse gegangen. Der weltweit größte Börsengang fand in Brasilien statt: Das Ölunternehmen Petroleo e Gas erlöste 4,1 Milliarden US-Dollar.

 

 

Die anhaltende Volatilität und niedrigere Bewertungen haben im ersten Halbjahr 2008 die Rekordzahl von 177 Unternehmen weltweit dazu bewogen, ihre Börsengänge abzusagen oder zu verschieben – mehr als im gesamten Jahr 2007 (169).1

„Die Turbulenzen an den Finanzmärkten und volatile Marktbedingungen haben zu einem Nachlassen der globalen IPO-Aktivitäten geführt“, erklärt Heinrich Lind, Partner bei Ernst & Young. „Dennoch zeigen einzelne Beispiele, dass gesunde Unternehmen nach wie vor das Interesse der Anleger wecken können.“

Das meiste Kapital wurde im zweiten Quartal an der London Stock Exchange (LSE), der New York Stock Exchange (NYSE) und der Hong Kong Stock Exchange (HKSE) aufgenommen. Gemessen an der Zahl der Erstnotierungen liegt die Australische Börse (ASX) nach wie vor an erster Stelle, gefolgt von dem AIM in London und der Hong Kong Stock Exchange (HKEx).

„Wir sehen weiterhin weltweit und in Deutschland eine gut gefüllte IPO-Pipeline, und die Unternehmen, die ihre IPOs abgesagt oder verschoben haben, werden einen Börsengang wieder in Betracht ziehen, sobald sich die Marktbedingungen verbessern. Von einer signifikanten Erholung noch in diesem Jahr gehen wir allerdings nicht aus“, so das Fazit von Lind.

[1] Quelle: Dealogic

Download der Studie
Sie haben die Möglichkeit, die Studie hier als Download (PDF - 469 KB, 20 Seiten) zu lesen.

 

Quelle: Pressemitteilung der Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

 

 

 

 

 

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Stand: 13. Dezember 2014