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Pressemitteilung - Pressemitteilung im Managementportal

 

 

Smalltalk wichtig im Verkaufsgespräch

Studie zum Verbraucherverhalten zeigt: ‚Smalltalk’ von Verkäufern verführt Verbraucher zum Kauf

Ein beiläufiges Gespräch eines Verkäufers oder Spendenwerbers mit ihren potentiellen Kunden kann zu einer Spende oder zum Kauf eines Produkts führen. Dies ist das Ergebnis einer neuen wissenschaftlichen Studie von Bob Fennis von der Universität Utrecht und Anderen, worüber in der Aprilausgabe des Journal of Consumer Research berichtet wird. Die Studie zeigt, dass diese Vorgehensweise, bei der mit einer freundlichen Frage ein Gespräch angeknüpft wird, überraschend effektiv ist, vor allem wenn Verkäufer oder Spendenwerber den Angesprochenen zuerst fragen, wie sein Tag war oder welchen Fußballclub er unterstützt und erst dann das Thema „Spende“ oder „Kauf“ zur Sprache bringen.

Die Wissenschaftler Bob Fennis (Universität Utrecht), Loes Janssen (Universität Twente) und Kathleen Vohs (University of Minnesota) stellten fest, dass einige einleitende Fragen eine günstige Atmosphäre schaffen, in der es weitaus einfacher ist, das eigentliche Thema anzuschneiden. Aufgrund von Feld- und Laborstudien schlussfolgern sie, dass Eröffnungsfragen dieser Art großen Einfluss haben. Der übliche Einfallsreichtum der angesprochenen Person, mit dem unerwünschte Annäherungsversuche blockiert werden könnten, wird dadurch nämlich erheblich geschwächt. In diesem Zustand verringerter Selbstkontrolle lassen Verbraucher sich von den überzeugenden „Listen” der Verkäufer stärker beeinflussen und sind sie eher bereit, auf den Vorschlag des Händlers einzugehen.

 

 

 
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Reagiert ein Verbraucher bereits im ersten Stadium eines Gesprächs auf die augenscheinlich freundlichen Fragen, erliegt er schneller dem Druck, mehr zu geben, so hat die Studie gezeigt. „Vor allem wenn Fragen beantwortet werden, die auf den ersten Blick unschuldig erscheinen, bei denen es dem Gefragten aber doch eine gewisse Mühe bereitet, die Antwort zu geben, reicht dies bereits aus, um einen Zustand der Gedankenlosigkeit zu schaffen, bei dem die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass die angesprochene Person der Bitte um eine Spende oder einer anderen Bitte nachgibt”, sagt Bob Fennis.

 

 

Phasen im Gespräch
Die Wissenschaftler analysierten den genannten Prozess in zwei Phasen. Bei der ersten Phase handelt es sich um die einleitenden Fragen, deren Beantwortung dem Befragten oft eine gewisse Mühe bereitet. Dieser erste Schritt durchkreuzt die möglichen Auswege, die normalerweise eingesetzt werden, um den Beeinflussungsversuch abzuwenden und das Gespräch zu beenden. Während der zweiten Phase wird dann faktisch an die Spendenbereitschaft der angesprochenen Person appelliert oder wird ein Kauf vorgeschlagen. „Die Hypothesen wurden bei über 500 Teilnehmern der Studie getestet. Es handelt sich um eine konsumentenpsychologische Untersuchung, die mit den Ergebnissen vergleichbarer Studien in anderen Ländern übereinstimmt”, erläutert Fennis.


Quelle: Pressemitteilung der Universität Utrecht
Die Universität Utrecht ist eine Forschungsuniversität, die inmittender Niederlande liegt. Die Universität wurde 1636 gegründet und umfasst sieben Fakultäten, die das gesamte wissenschaftliche Spektrum von Forschung und Lehre abdecken. In Europa gehört die Universität Utrecht, zusammen mit der ETH Zürich, dem Imperial College London und der Cambridge University zu den vier besten Universitäten im angesehenen Excellence-Ranking des deutschen Zentrums für Hochschulentwicklung (CHE). Die Universität bietet 45 Bachelor-Studiengänge und über 180 Masterprogramme an, darunter viele auf Englisch. Jährlich kommen über 2.000 ausländische Studenten und Wissenschaftler für kurze oder längere Zeit nach Utrecht. Nähere Informationen unter www.uu.nl.

 

 

 

 

 

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Stand: 13. Dezember 2014