Immer mehr Unternehmen erkennen die Bedeutung von Pressearbeit, rätseln
aber noch über geeignete Umsetzungsmodelle. Wie Unternehmen vorgehen
sollten, damit PR zum betriebswirtschaftlichen Erfolg beiträgt.
Manche Entscheidungen reifen über Monate. Schon länger dachte
Firmenchef Matthias Keiner über den Einsatz von PR nach, wollte sich aber
noch nicht auf eine Budgetierung festlegen. Der geeignete Zeitpunkt kam
mit einer neuen Produktentwicklung, einem leistungsstarken
Risiko-Controlling-System für Firmen. „PR ist ein gutes Instrument, um
innovative Produkte und Leistungen zu kommunizieren“, so Matthias Keiner,
Geschäftsführer der Rating Advisory Agentur. Mit Erfolg: Das
mittelständische Unternehmen startete eine PR-Offensive und erzielte
reichweitenstarke Veröffentlichungen in Fach- und Leitmedien.
Die Rating Advisory Agentur ist kein Einzelfall, sondern steht für
einen starken Trend. Im Zuge einer zunehmend werbekritischeren
Kundenhaltung interessieren sich viele Firmen für PR-Leistungen. Nach
einer aktuellen Studie des „Bundesverbandes Deutscher Pressesprecher“
betrachten mittlerweile 57 Prozent der Kommunikationsverantwortlichen im
Mittelstand PR als einen wichtigen Faktor für den Unternehmenserfolg.
Schließlich profitieren Firmen von Presseveröffentlichungen gleich
mehrfach. Sie erzielen eine wachsende Bekanntheit, ein positives
Markenimage und schaffen ideale Anlässe für Marketing- und
Vertriebsaktivitäten.
„Der Mittelstand ist sich der Profilierungsmöglichkeit und
-notwendigkeit durch PR zunehmend bewusst“, bestätigt Professor Felix
Osterheider von der Fachhochschule Osnabrück. Rund die Hälfte der
befragten Kommunikationsverantwortlichen will in Zukunft noch stärker auf
PR setzen. Sie haben erkannt, dass Medienberichte bei potenziellen Kunden
eine viel höhere Glaubwürdigkeit als Werbung genießen. Dabei stehen viele
mittelständische Firmen noch am Anfang. Oft genug wird Pressearbeit durch
die Geschäftsführung nebenher erledigt, nur knapp 5 Prozent nimmt
professionelle Dienstleister in Anspruch.
Bereits eingeplante Marketingausgaben schränken den Handlungsspielraum
vieler Unternehmen ein. Zudem gelingt es PR-Agenturen nicht immer,
mittelständischen Firmen den Wert einer Partnerschaft vor Augen zu führen.
Oft mangelt es an bedarfsgerechten Einsteigerangeboten, die einen
schrittweisen PR-Einstieg ermöglichen. „Der Mittelstand wünscht einen
klaren und nachvollziehbaren Nutzen,“ weiß Markus Schneider,
Geschäftsführer der Kölner PR-Agentur conovo media. „Deshalb setzen wir
auf Pressetexte, die sich auch für die firmeneigene Website oder Broschüre
eignen.“
Der richtige PR-Einstieg beginnt schon mit der sorgfältigen
Partnerwahl. Um die Gunst von mittelständischen Firmen konkurrieren eine
Vielzahl von Agenturen. Eine professionelle PR- und Medienarbeit erfordert
indes hohes journalistisches Know-how. Nur so ist garantiert, dass
Fachthemen verständlich und kurzweilig aufbereitet werden – und das
Interesse von textverwöhnten Redakteuren wecken.
So finden Firmen die richtige PR-Agentur Potenzielle Partner gibt es
wie Sand am Meer, doch nicht jede Zusammenarbeit bringt den gewünschten
Erfolg. Die Kommunikationsexperten von conovo media (www.conovo.de)
wissen, worauf Firmenchefs schon im Vorfeld achten sollten.
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Journalistischer Background? Ein echter PR-Profi hat auch
schon auf der anderen Seite des Schreibtisches gesessen. Nur so kann
er selbst komplexe Zusammenhänge glaubwürdig und verständlich
darstellen
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Umfassende Branchenkenntnisse? Fundiertes Fach-Know-how ist
unerlässlich, um ein Unternehmen richtig zu positionieren.
PR-Maßnahmen fruchten nur, wenn Firmennachrichten im Wettbewerbsumfeld
hervorstechen.
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Enge Verzahnung? Von Vorteil ist die Nutzung interner
Kompetenzen in Form von Best Practices und Expertenzitaten. Je enger
kooperiert wird, desto mehr Maßnahmen können in Eigenregie fortgeführt
werden.
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Persönliche Betreuung? Ein direkter Ansprechpartner
garantiert ein effizientes Projektmanagement. Auf diese Weise sichert
sich das Unternehmen nicht nur eine hohe Qualität, sondern spart auch
Zeit und Geld.
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Klare Erfolgsorientierung? Die Wirksamkeit aller Maßnahmen
sollte sich an konkreten Zielen messen lassen. Idealerweise verfügt
die Agentur über enge Redaktionskontakte, um Firmen optimal in den
Medien zu platzieren.
Vorreiter in Sachen PR ist der Düsseldorfer Scan-Dienstleister Behrens
& Schuleit. Das mittelständische Traditionsunternehmen startete im
September 2005 eine PR-Offensive, um sich im Marktsegment
Dokumenten-Management noch prominenter zu positionieren. Dabei steht
Geschäftsführer Thomas Rick dem Nutzen von PR eher kritischer gegenüber:
„Ich bin nicht sicher, ob sich der Einsatz einer professionellen
PR-Agentur für einen Mittelständler langfristig rechnet.“
Überzeugt hat Thomas Rick eine befristete Pilotphase mit einer
systematischen Maßnahmenplanung, die auf den Aufbau von PR-Kompetenz
inhouse setzt. So erhöht der Firmenchef den Leistungsanreiz der PR-Agentur
und kann ausgewählte PR-Aktivitäten mittelfristig in Eigenregie
fortführen.
Kirsten Nähle
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