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Vier Regeln für Ihr Cross Selling

Dem Kunden neben der eigentlichen Ware Zusatzleistungen oder -produkte zu verkaufen, ist eine gute Möglichkeit, die Umsatzzahlen zu steigern. Außerdem stärkt es die Kundenbindung. Cross Selling heißt also das Stichwort. Allerdings sollten Verkäufer es da mit nicht übertreiben.
 
Wenn Sie in einem Verkaufsgespräch zu früh beginnen, zusätzliche Waren oder Leistungen anzubieten, kann der Kunde sich leicht überrollt fühlen. Schließlich möchte er sich zunächst in Ruhe auf das Kernprodukt konzentrieren.

Vier Regeln können Außendienstlern dabei helfen, erfolgreiches Cross Selling zu betreiben:

1. Die 25-Prozent-Regel
Der Wert einer Zusatzleistung sollte den Preis für die gesamte Order nicht um mehr als 25 Prozent in die Höhe treiben. Auch wenn Ihre Kunden bereits zum Kauf entschieden sind, haben sie immer eine Kostengrenze im Kopf, über die sie nicht hinausgehen werden. Studien haben gezeigt, dass Käufer selten bereit sind, mehr als 25 Prozent des Kernpreises für Cross-Selling-Produkte zu zahlen.

2. Vorsicht bei Ladenhütern
Zuweilen versuchen Verkäufer, über Cross Selling ihre Ladenhüter an den Mann zu bringen. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, solange Sie dem Kunden keine nutzlosen oder gar defekten Produkte andrehen. Wenn Sie alte Modelle verkaufen, die nicht ersetzt werden können, lassen Sie es den Kunden wissen. Wenn Sie das nicht tun, haben Sie später das Nachsehen. Der Kunde ist verärgert und fühlt sich schlecht beraten. Das bringt Ihnen gar nichts.

3. Sinnvolle Ergänzungen anbieten
Achten Sie darauf, dass die Cross-Selling-Produkte die Hauptware sinnvoll ergänzen. Kauft ein Kunde beispielsweise Kosmetika, dann könnten Sie ihm zusätzlich Badetücher oder Modeschmuck anbieten. Ihm aber auch noch Haushaltswaren vorzustellen, würde kaum Sinn machen.

4. Vertrautheit bringt Erfolg
Je vertauter Ihr Kunde mit einem Cross-Selling-Produkt ist, desto eher wird er es kaufen. Bieten Sie zusätzlich also keine völlig neuen Waren an – es sei denn, der Preis ist extrem niedrig. Es braucht Zeit, neue Produkte mit all ihren besonderen Merkmalen und ihrem Nutzen vorzustellen. Das würde den Kunden eher verwirren. Bleiben Sie daher bei Waren, die dem Kunden schon bekannt sind.

 

Der Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung vom Verlag für die deutsche Wirtschaft übernommen.