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| E-Learning |
| Schulung am Arbeitsplatz |
| Petra Riedel, Network World |
| Anfang des Jahres haben sich zwei Tele-Learning-Firmen in Deutschland niedergelassen. Die eine bietet über das Internet Zugang zu einem mit Cisco-Hardware ausgestatteten Übungsraum für das Training in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, die andere vermarktet eine Web-basierte Echtzeit-Trainingsplattform, die sich für Weiterbildungsprogramme in großen Firmen eignet. |
E-Learning ist seit einiger Zeit ein Thema, so wie andere »E«-Themen auch. Dennoch wird, wer nach Zahlen oder nach Prognosen sucht, wie sich dieser Markt entwickeln wird, im Moment (noch) nicht fündig werden. Tele-Learning ist in Deutschland wohl noch zu jung, als dass Marktforscher sich schon eine Analyse zutrauen. Der E-Learning-Markt soll »deutlich zunehmen«, ist alles, was man hierzulande zu hören bekommt. Anders als in den USA, wo beispielsweise Frost & Sullivan im Januar 2000 eine Studie zum Thema »Distance Learning Systeme und Dienste« veröffentlicht hat. Kein Wunder also, dass zwei E-Learning-Firmen, die Anfang des Jahres in Deutschland ein Büro eröffnet haben, in den USA bereits gut im Geschäft sind.
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| Web-basierte Trainings-Plattform |
| Das israelische Unternehmen Interwise bietet seit kurzem mit »Millennium« eine Web-basierte Echtzeit-Trainingsplattform an, mit der Unternehmen ihre eigenen oder Business-to-Business-Trainingsprogramme entwickeln, implementieren und einsetzen können. Weil der Server »Millennium« auch Application-Sharing unterstützt, besteht die Möglichkeit, dass Trainer und Teilnehmer in Echtzeit an gemeinsamen Anwendungsprogrammen arbeiten. Der Dozent kann auch auf den Bildschirm eines Teilnehmers schauen und auf dessen Rechner zugreifen, um ihm zum Beispiel den richtigen Umgang mit einer Software zu demonstrieren. Das Tool erlaubt dem Lehrer, seine Lektionen aufzuzeichnen und zu bearbeiten, um sie Interessierten als Lehrmaterial zum Selbststudium zuzuschicken oder um sie später in Ausschnitten oder vollständig zu wiederholen. Auch die Teilnehmer der Trainingsprogramme können wichtige Teile aufzeichnen, um sie später zum Auffrischen zu verwenden. |
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| Um zu vermeiden, dass Unternehmensnetzwerke
bei Trainingssitzungen überlastet werden, basiert die Architektur der
Interwise-Plattform auf virtuellen Servern und simuliertem Multicast: Die
in den Server integrierte Push-Technik verschickt die Kursmaterialien
bereits vor Seminarbeginn zu Zeiten geringer Netzauslastung an den
Arbeitsplatz des Benutzers. Während des Trainings werden die
verschiedenen Datentypen miteinander verschmolzen, sodass Text, Audio und
Video synchronisiert auf den Bildschirmen ankommen. Der »Campus-Server«
steuert die Kurse über einen gängigen Browser und verschafft
Kursentwicklern, Trainern, Managern und Teilnehmern Zugang zu allen
Informationen, die sie brauchen. Der Server ermöglicht auch die
kurzfristige Anmeldung und den Abruf neuer Inhalte. |
| »Der Millennium-Server ist in der Regel in
weniger als einem Tag eingerichtet und betriebsbereit«, sagt Don
Hernandez, Geschäftsführer des neu eröffneten Interwise-Büros in
Heidelberg. Rentabel, so Hernandez, sei das System für große Firmen ab
500 Schulungsteilnehmern. Neben der Technik bietet Interwise zu seinem
Produkt auch Beratung und einen »Live Support Service«, der Anwendern
rund um die Uhr online und am Telefon bei technischen Fragen zur Verfügung
steht.
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| E-Learning-Service für Ingenieure im Cisco-Umfeld |
| Eine amerikanische Unternehmensgründung ist
die Firma Mentor Technologies, die vor anderthalb Jahren in den USA mit
ihrem Dienst auf den Markt kam. Jetzt will das Unternehmen nach Europa
expandieren und unterhält seit Januar in Frankfurt ein Büro, um von dort
aus im deutschsprachigen Raum mit der Vermarktung seines
E-Learning-Angebots »vLab« zu starten. Das Unternehmen wendet sich mit
dem Service an mittlere und große Unternehmen, die bei der Realisierung
ihrer IT-Kommunikation auf Cisco-Lösungen setzen und Bedarf in der Aus-
und Weiterbildung ihrer Ingenieure haben. Die Grundidee: Mitarbeiter
bekommen über das Internet Zugang zu einem mit Cisco-Hardware
ausgestatteten Übungsraum. Sie können dabei aus rund 170 verschiedenen
Szenarien auswählen, die nach Schwierigkeitsstufen unterteilt sind. Wählt
sich der User in eine bestimmte Konfiguration ein, steht sie für die
Dauer der Übung nur ihm zur Verfügung. vLab ist sofort nutzbar, bietet
je nach Anforderungen Zugang zu Routing-, Switch- und
Voice-over-IP-Equipment und ist entsprechend dem Zertifizierungsprogramm
von Cisco auf unterschiedliche Wissensstufen ausgerichtet. Vor dem Start
kann sich der Anwender sein Übungsprogramm auch nach individuellen
Parametern zusammenstellen lassen. |
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| »Mentor Technologies hat sich mit dieser
Geschäftsidee auf Cisco-Equipment beschränkt, weil damit der Markt
bereits zu 85 Prozent abgedeckt ist«, sagt Bernd Werner, der deutsche
Geschäftsführer des Unternehmens. Cisco Systems hat sich an den
Entwicklungskosten von vLab mit einem Betrag von einer Million Dollar
beteiligt, ansonsten sei Mentor Technologies von Cisco völlig unabhängig.
Bislang gibt es in Deutschland noch keinen Equipment-Raum, sobald aber die
Nachfrage groß genug sei, würde eine eigene Infrastruktur geschaffen. »30
der 300 Mitarbeiter sind in den USA allein damit beschäftigt, die
Szenarien zu entwerfen und zu konfigurieren und die Problemstellungen
technisch auf dem neuesten Stand zu halten«, sagt er. Das Angebot könne
als Ergänzung zu Cisco-Schulungen, zur selbständigen Weiterbildung oder
zum Auffrischen der Kenntnisse genutzt werden. Aber auch Einstellungstests
neuer Mitarbeiter sind damit denkbar.
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| Die Kosten für die Nutzung von vLab
betragen 65 Euro pro Stunde. Abgerechnet werden kann stundenweise oder in
größeren Volumen: Für Unternehmen, die größere Kontingente an Übungseinheiten
benötigen, gibt es die »vCard«. Die Stunden können dann an Abteilungen
oder Mitarbeiter weiterverteilt werden. Die erste Einwahl in vLab ist
kostenlos. |
| Für Unternehmen, die einen Übungsraum
hinter der eigenen Firewall installiert haben möchten, besteht die Möglichkeit,
eine Systemlösung zu mieten. »vLab Enterprise« ist eine schlüsselfertige
Komplettlösung inklusive dem Equipment. Mentor Technologies sorgt für
die Einrichtung, Implementierung und Integration des Labs in die
IT-Infrastruktur und ist auch für die Wartung der Geräte zuständig, die
Eigentum des Unternehmens bleiben. |
| Info Interwise Tel. 06221/ 1382 65-0 Fax 06221/ 138 2679 www.interwise.com Mentor Technologies Tel. 069/ 9055 98-0 Fax 069/ 9055 98-77 www.mentortech.de |
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