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Arnie
philosophiert....
Marketing und die Matrix
Das man mit viel Marketing durchschnittliche
Produkte verkaufen kann, weiß ich nicht erst, seitdem ein gewisser
Dieter B. aus Hamburg erfolgreichst Musikstücke verkauft. Man kann
ja über ihn denken wie man will, aber das Thema (Selbst)Marketing
beherrscht er in der praktischen Anwendung perfekt. Vielleicht
bekommt er irgendwann von einer Uni den Ehrendoktor in diesem
Fachbereich – sozusagen für die erfolgreiche praktische
Umsetzung. Unmöglich ist das ja nicht, nachdem Verona Feldbusch nun
schon Dozentin für Marketing in Neu-Ulm ist.
http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,249809,00.html
Noch einen Tuck besser als Dieter B. ist nun
die Firma Shiny Entertainment. Wer das ist? Das ist die
Produktionsfirma des Computerspiels „Enter the matrix“. Ein
Spiel zum Film. Sozusagen fast ein Kuppelprodukt, denn die
Hersteller haben zusammen mit den Wachowski-Brüdern ein Spiel
produziert, dass eng mit der Filmhandlung verbunden ist –
Filmhandlung und Spielverlauf sollen sich überschneiden.
http://de.news.yahoo.com/030522/3/3gfyt.html
Statt nur passiv im Kino zuzuschauen, kann sich
der Konsument nun aktiv in der PC-Matrix bewegen. Soweit so gut.
Spontan hätte die Spielergemeinde ja einen Softwareleckerbissen
erwartet – in Anlehnung an die Qualität von Matrix
– aber leidet sieht die Realität anders aus: „Rein
technisch gesehen entpuppt sich "Enter the Matrix" als
kleine Überraschung. Allerdings keine mit positiver Natur. Das
Spiel bietet kaum grafische Leckerbissen und auch keine
Hochleistungs-Grafikengine ala "Unreal 2" oder "Doom
3". „
http://www.pcwelt.de/ratgeber/spiele/31093/4.html
Nun habe ich gehofft, dass sich diese Qualität
auch beim Verkauf bemerkbar macht und die Hersteller zukünftig darüber
2 mal nachdenken, ein nicht so umwerfendes Spiel auf den Markt zu
bringen. Aber da gibt es ja noch das Marketing und siehe da: Nach
rund einer Woche waren – trotz negativer Berichterstattung in den
Computermedien – 1 Million Spiele in Europa und den USA verkauft.
Respekt! Im Vergleich dazu brachte es dass best verkaufte
Konsolenspiel gerade mal auf die Hälfte abgesetzter Einheiten.
http://www.pctip.ch/webnews/wn/24195.asp
http://germany.internet.com/index.html?id=2021347
http://www.cometgames-store.de/aktuell67.html
Was bedeutet dass nun für die Zukunft? Überspitzt
könnten folgende Thesen in der realen Welt gelten:
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Marketing ist wichtiger als der Content
-
Marketing in Verbindung mit Produktverknüpfungen kann die
Umsatzzahlen massiv nach oben treiben.
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Dazu funktioniert sogar, wenn der Kunde weiß, dass er kein
High-End-Produkt bekommt.
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Falls Sie also Spiele-Hersteller sind und Ihr Spiel nicht so
toll ist... Macht nichts. Produzieren Sie einfach einen guten Film
dazu.
So ich flieg dann mal wieder eine Runde.
Euer Arnie
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