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Arnie - Arnie's Welt -  Arnie und das Manager Magazin

 

 

Arnie und das Jahr mit den elf Monaten

Arnie ist das Maskottchen von themanagement.de - ein neugieriger und manchmal etwas vorlauter Graupapagei. Deshalb macht er sich auch reichlich Gedanken zu dem, was um ihn herum geschieht. 
An dieser Stelle bekommt Arnie Gelegenheit, seine Gedanken zum Zeit- und Wirtschaftsgeschehen und zu allem, was ihn sonst noch bewegt, kundzutun.
Ein nicht ganz ernst gemeinter Blick auf die Welt aus Papageiensicht:

 

Mehr Gedanken von Arnie finden Sie hier

 

Als Maskottchen eines Managementportals benötige ich natürlich Fachlektüre. Was liegt da näher als die Zeitschrift mit dem passenden Namen manager magazin? Ich habe diese Zeitschrift abboniert und bin insgesamt sehr zufrieden damit. Doch letztens, als ich wie alle guten Deutschen über meiner Steuererklärung saß, bin ich beim Anblick der aneinander gereihten halbjährlichen Rechnungen auf ein besonderes Phänomen gestoßen. Die Leute beim mm müssen einen anderen Kalender haben als ich. Bei denen hat ein Jahr immer nur elf Monate. Sehen Sie selbst:

Rechnung

 

Die erste Rechnung des Folgejahres kommt immer schon fünf Monate nach der zweiten Rechnung des Vorjahres. Damit scheint ein manager magazin-Jahr nur elf Monate zu haben. Das ist irgendwie beeindruckend. Aber kommen die da nicht durcheinander, wenn ihr Kalender anders ist als bei allen anderen? Und welchen Monat lassen die weg? Etwa den Dezember mit Weihnachten oder den nassen dunklen November? Darf sich da jeder Mitarbeiter einen Monat zum weglassen aussuchen?

 

Fragen über Fragen? Hilfe suchend wandte ich mich an die Service-Hotline, bei der ich an eine sehr kompetente und freundliche Mitarbeiterin geriet. Ihrer Reaktion zufolge war ich auch nicht der erste, dem dieses Phänomen aufgefallen war: „Ach, ich kann mir schon denken was Sie meinen“.

 

Die Dame hat mir erklärt, dass die scheinbare Unstimmigkeit an der Ausgabe 11a liegt. (Was denn, nun gibt es den November gleich doppelt?)

Immer im Oktober erhalte ich demnach zwei Hefte. (11a im Oktober? Immerhin kann ich mich erinnern, ab und an mal ein Sonderheft zusätzlich erhalten zu haben)

Dadurch sind die sechs Ausgaben lt. Rechnung immer schon nach fünf Monaten „aufgebraucht“. Es handelt sich um ein so genanntes „Lieferabo“. Die Redaktion behält sich also vor, wenn ihr danach ist eine zusätzliche Ausgabe herauszugeben. In den letzten Jahren war das regelmäßig mit der besagten Ausgabe 11a der Fall.

 

Aha. Dann scheint ja alles seine Richtigkeit zu haben. Etwas seltsam klingt es aber doch und einen letzten Trumpf habe ich noch unter dem Flügel. Ich habe mir auf der Webseite vom manager magazin die Abo-Konditionen angesehen. Dort heißt das Ding nicht etwa Zwölf-Ausgaben-Abo (wäre ja auch zu sperrig), sonder schlicht Jahresabo: 

(Quelle: http://abo.manager-magazin.de/go/place!MMONJAHR , download am 14.05.2008)

 

Nur ist dieses Jahresabo zwar richtigerweise für 12 Ausgaben gut, aber leider nur für elf Monate!

Ich möchte an dieser Stelle wirklich nicht den großen Verbraucherschützer geben und mit Dingen wie der Preisangabenverordnung oder gar irreführender Werbung herumwedeln. Aber – vorsichtig ausgedrückt – verwirrend ist das ganze schon. Die nette Dame am Telefon hat mir immerhin versprochen, dass sie meinen Hinweis weitergibt. Sie meint auch, dass man das irgendwie genauer formulieren sollte.

 

Ich habe diese wichtige Angelegenheit anschließend gleich mit meiner Freundin, Papageienhenne Nicki, besprochen. Wir waren uns beide spontan einig, dass wir bei unserem herkömmlichen Kalender bleiben und nicht die neue Zeitrechnung vom manager magazin übernehmen. Möge man uns innovationsfeindlich nennen – aber für unsere Jahresmiete hier wollen wir lieber zwölf statt nur elf Monate in unserem Zimmer herumfliegen. Selbst wenn es noch einen Spezialmonat 11 a obendrauf gibt!

 

 

   

 
 

 

 

 

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Stand: 22. Februar 2010